Warum tust du, was du tust? 

Die 2 Motivatoren unseres Lebens


Es gibt genau 2 Motivatoren, warum du etwas tust: Die erste ist Angst, die andere ist Liebe. Du tust etwas nicht, weil du Angst davor hast. Du tust etwas, weil du es liebst. Dazwischen gibt es nichts. Wenn du bewusst darauf achtest, auf deine Gründe etwas zu tun, auf deine Grundlage für Entscheidungen, wirst du diese 2 Motivatoren erkennen.

Der Weg durch die Angst, geht immer nur durch die Angst hindurch. Es gibt keinen anderen Weg, Angst zu überwinden. Man muss sich der Angst aussetzten. Wenn du Angst hast, vor vielen Menschen zu reden, musst du das tun. Wenn du Angst hast vor Spinnen, musst du dich den Tieren aussetzen. Die Angst kann nur abgelegt werden, wenn du dich dieser aussetzt, – regelmäßig, für längere Zeit. Dann wir d sie verschwinden.

Eine Geschichte: Spinnen-Phobie

 Ein Freund von mir hatte Spinnen-Angst. Er verliebte sich in eine Frau, die 50 Spinnen in einem Terrarium im Schlafzimmer hielt. „Sex oder Angst“, hieß es. Der Mann entschied sich für Sex. Der war so gut, dass er sich die Angst nehmen wollte. Er beobachtete sie stundenlang. Wie gebannt versuchte er diese Tiere zu verstehen, ihnen etwas abgewinnen zu können und die Furcht einzudämmen. Nach den ersten Wochen, war die Angst schon geschrumpft, nach mehreren Monaten waren jegliche Angstgefühle verschwunden. Der Stolz, den er empfunden hatte, bei dem Sieg über seine Phobie, bewegte ihn dazu, die Tiere zu lieben und kaufte sich selbst Spinnen für sein Eigenheim.

 

In der Situation selbst, vor der wir Angst haben, verschwindet die  Angst.

 

Piloten, Höhenangst, Point-of-no-Return

Spannend ist auch, dass du Angst nur vor bestimmten Situationen hast. In der Situation verschwindet sie, da du funktionieren musst. Dies ist auch, was Piloten gelernt wird: „Immer ruhig bleiben“. Zuerst fahren sie zum gefährlichen Gewitter ganz nahe ran ohne Angst zu empfinden trotz tobenden Windes, eingeschränkter Sicht und Höchstgeschwindigkeit, Erst kurz vor den Gewitterwolken entscheiden sie dann, ob sie durchfahren oder die Route ändern. Angst würde die Entscheidung beeinflussen, deswegen lernen sie, keine Angst zu empfinden, um zu funktionieren – immer. Denn warum, wäre ein Pilot umgedreht? Weil die Vorstellung eines Gewitters, die Möglichkeit eines Absturzes Angst und Panik erzeugen kann. In der Situation selbst, verschwindet die Angst und der Pilot würde beschäftigt sein die Maschine zu führen, die Gäste zu beruhigen, einen Notfall-Plan auszuhecken. Hier, in diesem (Horror-)Szenario ist keine Möglichkeit, um Angst zu haben, da das Gehirn mit dem Finden von Lösungen beschäftigt ist.

Die Angst vom Zehn-Meter-Turm zu springen: Du hast die Angst, während du die Stufen hochsteigst, nach unten siehst und du merkst, wie dein Körper Symptome deiner Angst zeigt: Herzklopfen, schweißnasse Hände, Atemnot … Dein Körper mobilisiert Energie, sobald er sich einer bedrohlichen Situation nähert. Jetzt stehst du oben, am Brett, spürst den Wind und merkst wie sich die zarten Häarchen auf deinen Armen sich aufstellen. Du hörst dein Herz schlagen, dumpfe, dröhnende Schläge. Du hast das Gefühl, dich nicht unter Kontrolle zu haben. Die körperlichen Anzeichen schüren deine Angst mehr und mehr und dein Körper reagiert darauf, indem er die Symptome verstärkt zeigt. Energie, Adrenalin, Hormone – du spürst, dass etwas passiert.

Dann kommt der Punkt, wo plötzlich die Angst verschwindet. Dieser Punkt kommt unerwartet und abrupt. Dann funktionierst du wieder, dein Gehirn kann wieder arbeiten und du bist bereit die Höchstleistung zu bringen und die Energie zu nutzen, die dein Körper für dich mobilisiert hat. So ist es auch bei einer wichtigen Präsentation, die du halten musst, beim Sprung vom Zehn-Meter-Turm. Im Moment ist die Angst verschwunden.

 

Freude vs. Vorfreude

Ähnlich ist dies auch beim Gefühl von Freude beziehungsweise Vorfreude. Die Vorfreude ist das Hauptgefühl der Freude, die Freude selbst gibt uns nur wenig. Das intensive Gefühl, etwas freudig zu erwarten wird rein davor durch die Vorstellung davon erzeugt. Nicht das Essen macht dich glücklich, nein, die Vorstellung davon, etwas Gutes zu schmecken ist die Freude. Dies kann zum Beispiel sehr gut bei einer Diät eingesetzt werden, auch wenn man sich noch so auf eine Mahlzeit freut, nach den ersten Bissen sinkt das Hochgefühl und fällt die Glückseeligkeit ab. Nicht der Geburtstag, nicht das Geschenk selbst ist der Auslöser für unsere Emotion. Die Vorfreude auf den Inhalt des Geschenkes gibt den Ton an und erzeugt das wohlig, warme Gefühl.  Es ist der Moment davor, indem du ein Hochgefühl empfindest, weil dir Bilder aufblitzen, die dich motivieren. Sobald du es geöffnet hast, hält die Freude ein paar Sekunden und ist schneller weg als du die davor empfunden hast. Dies kann ganz bewusst eingesetzt werden, um länger Freude zu verpüren. Denn Freude hast du nicht im Moment, sondern vor dem Moment auf den du dich freust. Möchtest du länger Freude empfinden, gib dir Zeit dafür.

 

Ein glückliches Leben besteht nicht aus Wiederholungen

Ein glückliches Leben besteht jedoch nicht aus Wiederholung. Ein gesundes und glückliches Leben braucht jedoch mehr. Vielleicht geht es ein paar Jahre gut, in diesem Trott zu leben, sich vor der Angst zu verstecken und die gewohnten, Wohlfühl-Aktivitäten und Orte aufzusuchen. Dann kommt oft der Wunsch nach einem Ausbruch, eine Midlife-Crisis, eine Trennung, eine Krankheit, ein Jobwechsel etc. Dies löst das Problem nur peripher. Es wird wiederkommen, wenn wir nicht lernen, uns selbst glücklich zu machen, uns besser zu verstehen, um Selbstbewusstsein- und vertrauen entwickeln zu können, um unsere Ängste überwinden zu können. Dabei kann dir ein Mentor oder Coach helfen.

 

Resumeé

Das heißt, Freude ist eigentlich Vorfreude, also die Freude davor aufgrund deiner Vorstellung. Angst ist Vorstellung einer Bedrohung. Wenn uns das nun klar ist, wir dies verstehen und nun bewusst bei uns beobachten und in Momenten fühlen, dann können wir damit umgehen, dies gezielt einsetzten, uns selbst noch besser steuern, Ängste überwinden und Freude in unser Leben holen.

Denn Angst und Liebe, unsere 2 grundlegenden Motivatoren, die wir verspüren, sind durch Erfahrungen entstanden. Erfahrungen, in denen wir Angst hatten, immer und immer wieder. Momente, in denen wir uns wohl fühlen, Freude verspüren, Liebe empfinden. Dies sind reine Wiederholungen.

 

 

Deine Sabrina

 


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