Welche Ängste gibt es und wie kannst du sie überwinden?

Angst-Arten

Angst entsteht im Kopf durch verzerrte Kognitionen in Form von negativen Gedanken, Bewertungen, Wünschen, Erwartungen und Einstellungen.

Phobien als unangemessene und starke Ängste sind Angstreaktionen auf Tiere, Objekte oder eindeutig abgrenzbare Situationen und Aktivitäten. Allgemein werden Phobien in drei Gruppen eingeteilt:

  • Spezifische Phobie
  • Soziale Phobie
  • Agoraphobie

 

Soziale Phobie

Die soziale Phobie ist die Angst, in einer sozialen Situation von anderen Personen beobachtet (im Mittelpunkt stehen) und bewertet (kritisiert) zu werden und dabei als dumm oder ungeschickt aufzufallen. Hierzu gehören auch Redeangst, Prüfungsangst und die Angst nicht gut genug zu sein.

 

Agoraphobie

Die Agoraphobie ist die Angst vor weiten Plätzen und Menschenansammlungen (Platzangst). Ob in Fahrstühlen, öffentlichen Verkehrsmitteln oder Konzerten – die Angst entsteht durch die eingeschränkte Fluchtmöglichkeit.

 

Spezifische Phobien

Eine Unterteilung der spezifischen Phobien kann nach den Situationen oder Objekten, die den Gegenstand der Angst darstellen, erfolgen. Es gibt über 500 verschiedenen Ängste (bzw. Angst auslösende Reize), die häufigsten habe ich hier angeführt:

  • Angst vor großen Plätzen (Agoraphobie)
  • Angst vor engen, geschlossenen Räumen (Klaustrophobie)
  • Angst vor dem Fliegen (Aviophobie)
  • Angst vor Tieren (Spinnen, Insekten, Hunden, Pferden, Schlangen)
  • Angst vor Spritzen, vor dem Zahnarzt
  • Angst vor Höhen (Akrophobie)
  • Angst vor Gewittern (Brontophobie)
  • Angst vor tiefen Gewässern
  • Angst vor dem Anblick von Blut
  • Angst vor Krankheiten
  • Angst vor Bakterien
  • Angst vor der Angst (Phobophobie)

Die Angst vor einer kleinen Maus oder vor einer Aufzugskabine wird oft als grundlose oder unsinnige Angst empfunden. Das Wissen über die Ungefährlichkeit einer Maus, das Wissen um die technische Sicherheit eines Aufzugs können vom Verstand her akzeptiert werden, dennoch reicht das Wissen allein nicht aus, um die Angst zu bewältigen. Das subjektiv empfundene Leid wird durch logische Argumente nicht geringer. Menschen, die unter Phobien leiden, wissen, dass ihre Ängste unangemessen sind, sie leiden unter einer Angst, die sie nicht verstehen.

 

 

Ängste überwinden

Um Ängste  zu überwinden, muss man sich der Angst stellen. Der Weg aus der Angst geht also durch die Angst hindurch.

Eine wirksame Bewältigung der Angst umfasst Veränderungen auf allen drei Ebenen des Erlebens:

  • immer wiederkehrende negative Gedanken abbauen
  • die Angst wahrnehmen und sich mit ihr auseinandersetzen
  • die Ursachen der Angst ergründen und verändern
  • das Vermeidungsverhalten abbauen

 

Stress-Impfung

Die Stress-Impfung ist EINE mögliche Strategie, um mit der Angst und den Angstsymptomen umzugehen und zu lindern.

Die Stress-Impfung ist eine Strategie, die dazu beiträgt, dass Stress sich nicht schädlich auswirkt. Gedanklich bereitet man sich auf unvermeidbare Belastungssituationen vor, setzt sich dem Stress nur in der Vorstellung und dadurch gefahrlos aus und sucht nach geeigneten Möglichkeiten zur Bewältigung.

So wie Impfen vor Krankheiten schützt, so bewahrt Stress-Impfung dich vor den schädigenden Auswirkungen von Stress. Beim Impfen wird der Körper durch eine kleine Menge an Krankheitserregern dazu angeregt, Abwehrstoffe zu produzieren. Das Prinzip der Stress-Impfung funktioniert ähnlich. In der Vorstellung bereitet man sich auf eine Angst auslösende Situation vor und überlegt, wie diese Situation ohne Stress zu bewältigen ist. Das Stress-Impfungs-Training setzt sich aus Vorstellungsübungen, kognitiven Verfahren (Gedankenstopp, Gedankenaustausch-Methode) und Entspannungsübungen (progressive Muskelentspannung) zusammen.

 

Phase 1: Analyse von Probleme und Belastungssituationen

„Wie verhalte ich mich?“ „Welche Gedanken gehen mir durch den Kopf?

Phase 2: Vorbereitung auf die Angst

Möglichkeiten zur Bewältigung der Angst auslösenden Situation werden überlegt. „Was ist in der Situation zu tun?“ Termin vereinbaren, regelmäßig Entspannungsübungen durchführen, damit die Übungen automatisiert werden, sich im Wartezimmer ablenken, ins Behandlungszimmer gehen Mutsätze (oder auch Glaubenssätze) wirken gegen negative Selbstgespräche und unterstützen die Vorbereitung wirkungsvoll. „Ich atme tief durch und kann die Zahnbehandlung aushalten.“ „Ich kann die Angst nicht verhindern, ich kann sie steuern.“

Phase 3: Bewältigung

Durch gedankliche Vorstellung (Visualisierung) stellst du dir die positive Bewältigung der Situation möglichst bildhaft vor, lenkst deine Aufmerksamkeit auf den allergünstigsten Fall. Treten negative Gedanken auf, beende diese mit einem energischen „Stopp“ und ersetzen sie durch positive Gedanken (Gedanken-Stopp).

 

Deine Sabrina

 


Welche Ängste möchtest du überwinden ?

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